Das Tragetuch: die beste Investition

Schon während meiner Schwangerschaft wusste ich eines: Ich möchte mein Kind unbedingt in einem Tragetuch tragen. Das erste mal gesehen habe ich so ein Tuch bei einer Freundin von mir. Sie trug ihre Tochter auf de Rücken, als wir durch das Outlet von Bad Münstereifel spazierten. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon schwanger und für mich stand fest: das möchte ich auch 🙂

Ich habe mich aber erst richtig damit beschäftigt, als meine Tochter auf der Welt war. Ich kümmerte mich um eine Trageberatung (meine Hebamme hat mir jemanden empfohlen) und vereinbarte einen Termin.

Die liebe Jenny brachte dann eine Auswahl an Tragemöglichkeiten mit (es gibt ja verschiedene Arten von Tragen, wie zB eine Manduca, die man sich umschnallt oder halt auch die Tragetücher von verschiedenen Firmen). Meine Wahl fiel recht schnell auf ein Tragetuch von Didymos (dieses hier).

Warum ein Tragetuch?
Während man bei vielen Tragen schauen muss, dass das Kind dafür irgendwann nicht zu schwer wird, ist beim Tragetuch der Vorteil, dass man Kinder von Geburt an bis hin zum 3. oder 4. Lebensjahr – vielleicht auch länger. Das kommt ganz darauf an, wie es Mama und Kind möchten 😉 Mit den verschiedenen Arten, die Tücher zu binden (Baby vorne, Baby hinten, Baby an die Seite usw.) ist man ebenso flexibel, wenn das Kind schwerer wird. Ich persönlich trage meine Tochter (noch) in der sogenannten Wickelkreuztrage. Der Name kommt von der am Rücken gekreuzten Tuchstränge. Meine Tochter ist dann mit dem Gesicht zu mir in Höhe meiner Brust und kann entweder interessiet ihre Umwelt beobachten (das macht sie seit 2-3 Wochen) oder sie lehnt den Kopf an mich und kann die Bewegungen genießen und schläft zu 90 % dabei ein 🙂
Die (meist) gewebten Tücher (meins ist zB auch aus 100 % Baumwolle) kann man auch noch verwenden, wenn das Kind/die Kinder aus dem Tragealter raus sind. Denn sie halten ein Gewicht von bis zu 100kg und man könnte sie prima als Hängematten verwenden oder eben an andere frisch gebackene Mütter weiter verkaufen.

Warum tragen?
Das Tragen an sich bringt sehr viele Vorteile mit sich. Mir fällt auch spontan kein Nachteil ein, wenn ich ehrlich bin 😀
Beim Tragen ist das Kind da, wo es am liebsten ist: nah an seiner primären Bezugsperson (meistens ist es eben die Mutter) 😉 Aber auch bei ihrem Vater im Tuch fühlt sich meine Tochter sauwohl. Mal abgesehen von dem angenehmen Schaukeln, was das Baby genießen kann, regt das Tragen auch das Wachstum der Rückenmuskulatur an. Achtet aber darauf, dass euer Baby in der korrekten Haltung in dem Tuch ist (Anhockspreizhaltung). Ebenso kann das Tragen einer Hüftdysplasie vorbeugen und die Nachreifung der Hüftgelenke wird erheblich unterstützt (war bei uns der Fall).

Mit dem Baby im Tuch ist man viel mobiler als zB im Kinderwagen; die Hände sind dann ebenfalls frei 😉 Da wir ja im Hang wohnen und oft mit meiner Tochter rausgehe, ist es mit dem Tuch deutlich angenehmer, als den Kinderwagen den Berg hochzudrücken.

Wenn ihr jetzt auf den Geschmack gekommen seid: Bevor ihr euch sofort ein Tuch kauft und durchstarten wollt, holt euch vorher eine Trageberatung ins Haus. Ich kann es wirklich nur empfehlen 🙂 In Sachen Baby war das Tragetuch bisher die beste Investition, wie wir getätigt haben. Ich bereue es nicht und würde es immer wieder so machen.

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